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Brauche ich eine Versicherung für meine Drohne?

Das ist die große Frage die zum Thema Drohnen Versicherung überall herumgeistert. Dabei kommt es wie bei einer Drohnenbewilligung auf einige Faktoren an. Grundsätzlich könnte man seinen Quadcopter oder andere Fluggeräte auch bei der Haushaltsversicherung mit einbinden, aber den meisten wird bei einem Gespräch mit dem Haus und Hof Versicherungmakler schnell klar, dass diese keinen blassen Schimmer von Drohnen oder Quad- und Multikoptern haben und wie man diese gut versichern könnte : )

Wer sind hier die Spezialisten zum Thema Drohnen Versicherung in Österreich?

Dachte ich mir dann, und begann einmal mit meinem Recherchestreifzug. Relativ flott wurde mir dabei klar, dass es in Deutschland schon zwar einige spezialisierte Versicherer gab zum Thema Drohne und Quadcopter versichern (wie z.Bsp: Deutscher Modelfliegerverband, oder Drohnen Flieger Netzwerk Versicherung) jedoch nicht sehr viele für Österreich. Dann gab es aber doch einen Lichtblick und einer der wenigen Spezialversicherer in Österreich die anscheinend nur auf Drohnen fokussiert sind, ist die Firma Air&More*.

 

Und wer ist in Deutschland der Spezialist bei Drohnen Versicherungen?

Da ich nicht in Deutschland wohne und dort die Rechtslage doch wieder etwas anders ist kann ich nur einen Versicherer aufzählen der mir bis jetzt untergekommen ist und relativ vertrauenswürdig wirkt. Und das wären die Jungs von versichertedrohne.de*. Jedenfalls sind die Informationen auf der Webseite sehr gut und da sie als Versicherungspartner im Hintergrund ebenfalls die R+V Versicherung wie Air&More anführen, klingt das schon sehr gut für mich. Seht euch die Webseite einfach mal an wenn ihr für Deutschland eine Versicherung braucht und macht euch ein Bild davon.

 

Private oder Gewerbliche Drohnen Versicherung?

Wenn man sich jetzt überlegt ob man seine Drohne bzw. eigentlich sich selbst gegen Schäden die beim Flug/Absturz mit der Drohne entstehen können, versichern will, muss man auch klären ob man nur privat damit fliegt oder auch gewerblich. Ich bin gerade schon am Überlegen ob ich nicht auch in nächster Zeit gewerblich fliegen will und mit die volle Austrocontrol Bewilligung dazu hole und auch die passende Versicherung. Doch auch für Privat Piloten ist man mit der Drohnen Versicherung auf der „sicheren Seite“. Die meisten Versicherungen die ich bis jetzt gesehen habe kosten ca. 50-80€ im Jahr und decken meist die Schadenssumme von ca. 1. Million Euro. Das hört sich zwar auf den ersten Blick nach viel an, kann aber bei komplexeren Schäden bzw. Personenschäden schnell mal zu wenig werden.

Nachdem ich mit Herrn Fischler von Air & More jetzt auch schon mehr als 1h telefoniert habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass es in Österreich wohl keinen kompetenteren Drohnen Versicherer gibt :). Die beiden Gründer sind absolute Profis in Sachen Gesetzgebung zum Thema Drohnen in Österreich. Auch die reibungslose Zusammenarbeit mit der Austrocontrol bei der notwendigen Versicherung bei einer Drohnenbewilligung ist sicher ein sehr starkes Argument für Air&More in Österreich.

Nachdem ich schon mit der Uniqua und Wiener Städtischen ziemlich enttäuscht wurde in Sachen Auskunftsqualität zu ihren vermeintlichen „Drohnen Versicherungen“ war das schon sehr erfreulich endlich mit Personen zu sprechen die sich wirklich auskennen auf dem Gebiet. Im Gespräch habe ich natürlich auch die Frage gestellt wie man denn überhaupt über 1.Million Euro Schaden kommen kann wenn einem eine kleine Drohne abstürzt. Aber auch dazu hatten die Versicherer eine Antwort parat:

 

Wie kann es sein, dass ein Schadensfall so viel kostet bei einem Drohnenabsturz?

Hier ein fiktives Beispiel für einen Drohnen Absturz und die Schadenssumme die dabei entstehen kann: 
Ein Drohnenfotograf macht gerade Panoramaaufnahmen in alpinem Gebiet. Die Drohne kommt aufgrund eines Bedienungsfehlers (des Piloten) zum Absturz. An einem Parkplatz einer Seilbahn ist gerade eine Touristengruppe dabei, in einen Reisebus einzusteigen. Unglücklicherweise stürzt die Drohne mit laufenden Rotoren direkt auf die Menschenansammlung ab.
Durch die Wucht erleidet eine Person ein Schädelhirntrauma, andere erleiden Schnittwunden im Gesichtsbereich. Ein Hubschrauberbergung ist von Nöten und bei den schwerverletzten Personen diverse Notoperationen und kostspielige Reha Programme. Eine Touristin hat danach auf dem linken Auge eine um 40 Prozent verminderte Sehfähigkeit. Der Patient mit dem Schädelhirntrauma klagt über Verluste im Kurzzeitgedächtnis und eine generell verminderte Reaktionsfähigkeit.
Es kommt teilweise zum Verlust der Berufsbefähigung bei 2 Personen und daurch zu existenzbedrohnenden Einkommenseinbußen bei den Geschädigten.

Ergebnis:
Die Schadenersatzforderungen überschreiten die bei Drohnen gesetzlich vorgeschriebene Versicherungssumme von einer Million Euro in der Luftfahrt-Haftpflichtversicherung. Daher kann durch so einen Unfall auch bei einer Versicherung mit 1. Million Euro die finanzielle Existenz des Piloten massiv gefährden.  Deshalb werden höhere Versicherungssummen (mindestens € 3 Mio.) generell auch von einigen Versicherer empfohlen und jetzt kann ich mir auch vorstellen warum. 

Man soll natürlich nicht immer vom schlimmsten Fall ausgehen, aber wenn etwas vom Himmel fällt dann werde ich wohl doch nicht ganz so knausrig sein und ein paar Euronen mehr investieren :). Und Drohnen ohne Haftpflichtversicherung zu fliegen bei einem etwaigen Schadensfall kann aufgrund der hohen Strafen von bis zu 22.000€ Geldstrafe auch schnell unlustig werden.

 

Was kostet die Drohnen Haftpflichversicherung jetzt?

Das ist natürlich eine der wichtigsten Fragen. Bei Air&More kostet die Haftpflichtversicherung für Privatnutzung und Schadenshöhe bis 1. Million Euro  ca.59€ im Jahr. Für gewerbliche Nutzung kostet die Versicherung bis zur Schadenshöhe von 1. Million Euro ca. 95€ pro Jahr, was ich auch noch voll ok finde. Vor allem schön, dass es hier keinen versteckten Selbstbehalt gibt. Das solltet ihr beim Versicherungsvergleich genau im Auge haben.

Bei der Wiener Städtischen kostet der Spass schon etwas mehr: „Prämien bewegen sich zwischen 130 und 175 Euro jährlich“, bei Schadenshöhe bis 1,5 Millionen Euro.

Und bei der Uniqa gehts anscheinend auch nicht billiger, weil es:

  • 75 Euro Prämie jährlich pro Drohne sind und
  • Der Selbstbehalt beträgt 10% des Schadens – mindestens jedoch 200 Euro aber maximal 2.000 Euro pro Schadenfall

auch noch den Selbstbehalt gibt.

Meine Empfehlung zum Thema Versicherungen bei Drohnen daher, schaut euch Air&More* mal etwas genauer an und vergleicht mit den anderen Anbietern. Ich hab bis jetzt kein besseres Angebot gefunden, daher empfehle ich sie auch mit ruhigem Gewissen weiter. Was mir bei ihnen auch sehr sympathisch war, ist der Umstand das sie auch versuchen Flugschulungen an die (zukünftigen) Drohnenpiloten heranzutragen. Was total Sinn macht, denn damit vermeidet man im Idealfall schon mal einige Abstürze oder Unfälle mit den Quadrocoptern und spart euch auf lange Sicht bares Geld :)